Mission Bami Goreng
Geschrieben von Marike Paulsen in Hinter den Kulissen, Produkte, Sonstiges am Freitag, 6. November 2009 15:15
Vor einiger Zeit hat FRoSTA das (eigentlich streng geheime) Bami Goreng Rezept veröffentlicht, damit jeder Hobbykoch sich einmal selber an den Herd stellen und FRoSTA kochen kann. Ich war damals noch Praktikantin (bin mittlerweile zur Werksstudentin aufgestiegen) und musste als Versuchskaninchen für das Kochexperiment herhalten. Hier mein ausführlicher aber eigentlich recht kurzweiliger Bericht:
Bami und ich
“Könnte mir jemand eine Nudelmaschine leihen?”
Verständnislosere Blicke hätte ich auf meine unbedarfte Frage im Hamburger FRoSTA Büro wohl kaum ernten können. Auf eine Antwort musste ich dann auch nicht lange warten: „Nee,…aber ich würde Nudeln auch nie selbst machen. Wozu die ganze Arbeit, wenn man alles fertig im Supermarkt kaufen kann?“. Ja, wozu eigentlich die ganze Arbeit? Ganz einfach, ich habe den Auftrag, das legendäre FRoSTA Bami Goreng zu kopieren – so originalgetreu wie möglich natürlich. Und da der Peter von FRoSTA auch nicht einfach in den Supermarkt geht und sich Trockennudeln kauft sondern die Nudeln selbst macht, gilt das natürlich auch für mich.
Leider ist mein Plan nicht ganz aufgegangen. Ohne Nudelmaschine gibt`s auch keine selbstgemachten Nudeln. Zugegeben, ich hätte den Teig mit dem Nudelholz papierdünn ausrollen und die Nudeln einzeln herausschneiden können…aber dann bin ich doch dem Charme der zumindest ansatzweise frischen Tagliatelle aus dem Supermarkt-Kühlschrank erlegen. Leider waren die Nudeln nicht mein einziges Problem. Hähnchenbrust, Champignons, Paprika – alles war leicht zu finden. Sogar Cayennepfeffer und Bambusscheiben waren in dem gut sortierten Supermarkt um die Ecke aufzutreiben. Nur bei frischen Chilis und den Mu Err Pilzen (auch „chinesische Morchel“ genannt) kapitulierten nicht nur 4 verschiedene Supermärkte sondern auch der türkische Gemüseladen am Bahnhof (wenigstens wurde ich dort mit „Hallo, schöne Frau“ begrüßt, was meine Motivation weiter zu suchen enorm steigerte). Letztendlich wurde ich dann in einem Asialaden in Hamburgs Innenstadt fündig. Dort gab es zwar keine ganz so charmante Begrüßung, aber Chilis und sogar Mu Err Pilze, allerdings in getrockneter Form.
Mit allen Zutaten ausgestattet ging`s dann in die kleine Küche im FRoSTA Büro. Wenn man erst mal das ganze Gemüse geschnippelt hat, ist das Kochen reine Formsache und recht unkompliziert. Nur die getrockneten Mu Err Pilze lassen auf sich warten, weil sie ca. 1 Stunde im Wasser vor sich hin quellen müssen. Ich muss ja sagen, dass ich zunächst ernsthaft an der Essbarkeit dieser schwarzen Glibbermorcheln gezweifelt habe; und die Warnhinweise auf der Verpackung waren auch nicht grade Vertrauen erweckend… Aber aufgequollen, abgewaschen und gekocht waren sie erstaunlicherweise ganz lecker.
Geschmeckt hat mein Bami Goreng letztendlich allen gut, aber der FRoSTA Beutel steht dem in nichts nach. Und viel günstiger ist selber kochen auch nicht: 500g von meinem Bami Goreng haben ca. 3,00 € gekostet; das FRoSTA Bami Goreng liegt bei 3,29 €.
Wozu also der ganze Aufwand? Nächstes Mal gibt`s wieder FRoSTA…
